Liebe Freundinnen und Unterstützer von Bring Hope Kenya e.V.,

Aus den vielen Erlebnissen und Begegnungen, die ich in Kenia mit unseren Stipendiaten und deren Eltern hatte, kann ich hier nur einige wenige berichten. Das ist die Geschichte von Catherine, die sie selbst aufgeschrieben hat:

Hallo Mum Evelyn,

mein Leben nahm eine andere Wendung, als ich nach Abschluss der Grundschule verheiraten werden sollte. Meine Onkel, die Brüder meiner Mutter, hatten einen alten Mann gefunden, der mich heiraten sollte. Dafür sollten sie ein paar Kühe als Brautpreis bekommen. Meine Mutter versteckte mich und suchte den Kontakt zu BHK (Bring Hope Kenya e.V.) Diese waren bereit mir zu helfen und meldeten mich in einem Internat in Samburu an. Infolge dieses Schrittes wurden sowohl ich als auch meine Mutter aus der Familie verstoßen und wurden schließlich zu Flüchtlingen in unserer eigenen DorfGemeinschaft. Wenn die Schulen während der Ferien geschlossen sind, hole ich entweder Wasser für die Leute oder arbeite auf einer nahegelegenen Tomatenfarm, wo
ich 3 Euro pro Tag verdiene und so zumindest eine Mahlzeit für meine Mutter und meine Geschwister zusammenbekomme. Ich bin froh, wenn die Schulen geöffnet sind, dann bekomme ich wenigstens drei Mahlzeiten am Tag, aber ich mache mir immer Sorgen um meine Mutter und meine Geschwister, ob sie etwas zu essen haben. Danke, dass ihr als BHKTeam unsere Manyatta (Wohnhütte) besucht und meine Mutter getroffen habt, die sich sehr darüber gefreut hat. Danke für eure Unterstützung. Bitte nehmt ihr kleines Geschenk (ein lebendes Huhn!) als Zeichen der Dankbarkeit an. Danke BHK, dass ihr mein Leben verändert habt. Ich werde in der Schule hart arbeiten und lernen, damit ich das Leben meiner Mutter und meiner Geschwister auch positiv verändern kann.

Mit herzlichen Grüßen
Evelyn Brenda

Chairlady von BHK
Bring Hope Kenya e.V.

 www.bring-hope-kenya.de